Fuchsbandwurm: häufigere Infektionen

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Fuchsbandwurm: häufigere Infektionen

Fuchsbandwurm, Titelbild von Joel Debus

Fuchsbandwurm, Titelbild von Joel Debus

Der Fuchsbandwurm hält sich oft lange im Körperauf, ehe er bemerkt wird. Die

parasitäre Erkrankung,die er auslöst, alveoläre Echinokokkose, kann uns

töten, wenn sie unbehandelt bleibt. Fälle dieserernsten Erkrankung nehmen zu.

 

In diesem Blog, schauen wir, warum das vermutlich so ist und wie man sich schützen

kann. Am Schluss warten ein paar Worte der Beruhigung.

Hochrisikogebiete - Da ist der Wurm drin

Anstecken kann man sich mit dem Fuchsbandwurm überall. Doch es gibt Länder und Regionen, in denen ist die Zahl infizierter Tiere deutlich höher. Frankreich, die Schweiz, Österreich, Russland und China haben besonders mit dem Fuchsbandwurm zu kämpfen. In China sind es nach Schätzungen etwa 300.000 Menschen, die unter dem Parasiten leiden. Europaweit haben sich in den vergangenen 25 Jahren 4.200 Menschen infiziert.

In Deutschland gehören vor allem Baden-Württemberg und Bayern zu den Hochrisikozonen. In Bayern, nimmt man an, trägt jeder 4. Fuchs den Parasiten in seinen Gedärmen.

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich etwa 50 Menschen am Fuchsbandwurm. Eine Menge, die sich in den letzten 20 Jahren erhöht hat. Denn während es 2001 nur 9 bestätige Fälle des Fuchsbandwurms gab, stiegen die Zahlen stetig und konstant an.

Fuchsbandwurm, Titelbild von Joel Debus
Fuchsbandwurm - Joel Debus

Mehr Füchse, mehr Fuchsbandwürmer

Überwiegend Füchse, aber auch andere Tiere, wie Marderhunde oder Nagetiere sind Wirte des Fuchsbandwurms. Sie tragen ihn mit sich, wenn sie sich uns nähern, wenn sie im Müll nach Fressbarem stöbern, wenn sie durch unsere Gärten schleichen, die Mülltonnen von Spielplätzen leeren und durch die Siedlungen oder Städte streifen.

Den Fuchsbandwurm lassen sie als unsichtbare Fracht in ihrem Kot zurück. Hier lauert der Parasit, wenn der Fuchs schon längst wieder im Dickicht verschwunden ist. Obst, Gemüse, Erde, Wasser, alles kann auf diese Weise kontaminiert werden und dem Parasiten den Eintritt in unseren Organismus gewähren. Dreckige Hände, die unbedacht Richtung Gesicht, Richtung Mund geführt werden. So schnell kann es gehen.

Es gibt zwei Gründe, weshalb die Fallzahlen steigen. Zum einen werden die Träger, Fuchs und Marderhunde, mehr, da sie keine Fressfeinde haben und sich somit ausbreiten können. Zum anderen werden die Berührungspunkte mehr, die wir mit den Tieren haben. Deren Lebensräume werden kleiner und so drängen sie immer häufiger in unsere Nähe. Durch die Allgegenwärtigkeit des Menschen schwindet deren Scheu vor uns und letztlich ködern wir sie unbeabsichtigt mit einem üppigen Nahrungsangebot, das leicht zugänglich in Gärten, Mülleimer oder -tonnen erreichbar ist.

Operation oder ein Leben lang Tabletten

Der Bauch drückt, fühlt sich voll an. Müde, schlapp und matt fühlt man sich. Durchfall. Das Gewicht verringert sich rapide. Dann kommen Schmerzen im Bauchbereich, das Gesicht wird gelb. Gelbsucht oder sogar eine Leberzirrhose.

So sieht die Symptomatik aus, die aus Erfahrungsberichten oder Medizinratgebern entnommen werden kann. Bis auf die direkten Leberschäden sehr unspezifisch und schwierig zu deuten. Die wenigsten Mediziner und Medizinerinnen denken dabei an den Fuchsbandwurm.

Hinzu kommt, dass sich leichte Symptome oft über Jahre hinstrecken. 10-15 Jahre lang können die Parasiten in der Leber nisten, dort die Leber zerfressen, ehe es durch deutliche Anzeichen wie die Gelbsucht auffällt.

Fuchsbandwürmer können jedoch nur herausoperiert werden. Wenn die Leber aber bereits zu geschädigt ist, ist eine Operation nicht mehr möglich. Bei 70-80% der Patienten passiert genau das: Der Fuchsbandwurm bleibt über Jahre unentdeckt und hat dann bereits zu viel Schaden angerichtet.

Tabletten ohne Ende - Joel Debus

Eine rechtzeitige Operation könnte den Parasiten vollständig entfernen. Wenn diese Zeit verpasst ist, hilft es nur, wenn der Patient Tabletten nimmt, die das Wachstum des Fuchsbandwurms hemmen, mehr nicht. Der Parasit bleibt. Er wächst, wenn keine Tabletten genommen werden.

Ohne Behandlung oder Tabletten stirbt man durch den Fuchsbandwurm. Denn der macht immer weiter, bis er den Organismus, in den er sich hineingesetzt hat, zerstört hat.

Wie können wir uns schützen?

Tablette, auf der Vorsicht steht - Joel Debus

Einiges liegt in der Reichweite der Tiere, die den Fuchsbandwurm in sich tragen. Alles, was sich in dieser Reichweite befindet und wir Menschen berühren, birgt ein Risiko. Wenn wir hier vorsichtig sind, ist viel erreicht.

Bärlauch, Kräuter und Beeren, Brombeeren oder Heidelbeeren. Alles in Bodennähe. Gefallenes Obst von den Bäumen. Gemüse, das in Beeten steckt. Bei all den Dingen aus der Natur, die wir essen, sollten wir vorsichtig sein und sie vorher waschen oder abkochen.

Nach dem Wandern in Wäldern, Spaziergängen, der Gartenarbeit oder dem Müllrausbringen, sollten wir an die Hygiene denken. Hände waschen und desinfizieren. Bevor das nicht geschehen ist, sollten wir der Versuch widerstehen, unsere Hände in Richtung unseres Gesichtes zu führen.

Tablette, auf der Hygiene steht - Joel Debus
Tablette, auf der starkes Immunsystem steht - Joel Debus

Letztlich hilft ein gesundes und starkes Immunsystem am besten gegen den Fuchsbandwurm. Denn selbst, wenn man die Erreger abbekommt, macht unser Organismus sie normalerweise unschädlich.

Tatsächlich kämen die meisten Menschen in ihrem Leben mit den Eiern des Fuchsbandwurm in Kontakt. Doch in 99 Prozent der Fälle würden die Eier vom Immunsystem bekämpft und erreichen nicht das Larvenstadium.

Fazit:

Da die meisten Menschen durch ihr Immunsystem geschützt sind, gilt das Ansteckungsrisiko generell als
sehr gering. Meistens kommen wir gut weg.

Wenn man sich aber trotzdem infiziert, ist es wichtig bei den unspezifischen Symptomen auch an den
Fuchsbandwurm zu denken, der nicht vielen im Hinterkopf ist.

Aussitzen ist bei diesem Parasiten eine ganz schlechte Entscheidung.

Genutzte Quellen:

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