
Neue bedrohliche Corona-Mutation „NIMBUS“
10. Juni 2025




Können wir uns auf die Testergebnisse eines RSV-Antigen-Tests verlassen? Wie verlässlich ist er im Vergleich zum Genomtest?
RSV gehört zu den gängigen Atemwegserkrankungen, die uns alljährlich zu schaffen machen. Während manche sie abschütteln, bedeutet die Krankheit für andere jedoch eine Gefahr, und für wenige Unglückliche birgt sie sogar eine Lebensgefahr.
Die Symptome, die uns während einer RSV-Erkrankung befallen, sind eher mild und normalerweise zu verkraften. Es treten typische Erkältungssymptome auf, die von infizierten Kindern und Erwachsenen in der Regel innerhalb von 3 – 12 Tagen
überwunden werden.
Die Gefahr dieser Krankheit liegt jedoch darin, dass sie für bestimmte Risikogruppen auch einen schweren Krankheitsverlauf bereithält. Es kann so weit gehen, dass die Leidenden ins Krankenhaus eingewiesen oder sogar künstlich beatmet werden müssen.
Zur Risikogruppe gehören:
Das Problem der RS-Viren liegt darin, dass ihre Symptome den Beschwerden anderer Krankheiten gleichen. Sie ähneln:
Der alleinige Blick auf die Symptome hilft uns noch nicht dabei, diese Krankheiten voneinander zu unterscheiden. Für eine sichere Diagnose müssen die Erreger anders bestimmt werden. Es ist sehr wichtig, sie zu unterscheiden. Denn auch wenn sie sich in ihren Symptomen täuschend ähneln, ist ihre Heilung bei schweren Verläufen jeweils anders.
Bei den Varianten der Influenza und bei Covid gibt es spezifische Medikamente, die Risikopatienten vor einem schweren Krankheitsverlauf bewahren. Hier ist es vor allem wichtig, schnell zu handeln. Bei RS-Viren hingegen gibt es keine medikamentöse Therapie. Hier können allein Symptome gelindert werden. Bei Risikopatienten kann das immerhin Leben retten: Sauerstoffgaben oder Atemunterstützung.
Es gibt Kombitests, welche die SARS-Co-2-Viren, Influenza-Viren vom Typ A und B und RS-Viren erfassen. Als sicherster und zuverlässigster Test gilt der Genomnachweis, der auch PCR-Test genannt wird. Mit diesem Test wird das Erbgut des Virus nachgewiesen.
Die Proben, die aus Nase und Rachen entnommen werden, gehen dann an ein Labor und werden dort mikrobiologisch getestet. Das geschieht nur im professionellen Rahmen und wird durch Fachpersonal geleistet. Das Testergebnis kommt dann meistens auch erst zwei Tage später.
Unfehlbar ist der Test nicht. Aber er ist der zuverlässigste und sensibelste auf dem Markt. Seine Sensitivität für RS-Viren liegt bei 98%. Das bedeutet, dass selbst bei „geringer Viruslast“ RS-Viren nachgewiesen werden können.
Eine leichtere, günstigere und zugänglichere Testmethode bietet der Antigen-Test. Die Sensitivität dieses Tests ist geringer als bei Genomtests; sie liegt bei 78%. Damit greift er vor allem, wenn Symptome da sind. Wenn die Viruslast also höher ist.
Sprich, wenn es viele Antigene gibt. Für die ersten 6 Tage der Infizierung gelten die RSV-Antigen-Tests als zuverlässig, da innerhalb dieser Phase auch die Viruslast hoch ist.
Bei den Antigen-Kombitests gibt es große Qualitative Unterschiede. Ein Garant für deren Qualität ist das CE-Zeichen.
Die Sensitivität des Antigen-Kombitests ist nicht so hoch wie die des Genomnachweises. Trotzdem liefert der Antigen-Kombitest ein verlässliches Ergebnis, wenn die Viruslast hoch ist.
Nicht immer gibt es die Zeit, auf die Ergebnisse eines Genomnachweises zu warten. Dafür stellt der Antigen-Test eine gute Alternative dar.